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Öffentlichkeitsarbeit, Presse

Nationale Plakat-Kampagne zur Rettung der Bäder gestartet

Veröffentlicht: 02.06.2026
Autor: Martin Holzhause
Quelle: Bundesverband
Foto: Bäderallianz Deutschland

Mit der bundesweiten Kampagne „Retten wir die Bäder!“ rückt die Bäderallianz Deutschland mit emotionalen Werbemotiven die Bedeutung der Schwimmbäder in den Fokus und fordert entschiedenes politisches Handeln, um dringend notwendige Sanierungen finanzieren zu können.

Der deutschen Bäderlandschaft geht es schlecht. Teilweise seit über 60 Jahren in Betrieb, führt der Sanierungsstau der maroden Bäder vermehrt zu Schließungen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Es gibt immer weniger Möglichkeiten bzw. Orte, an denen Kinder noch schwimmen lernen können. Die Folge: Rund 60 Prozent aller Kinder unter zehn Jahren sind keine sicheren Schwimmer und befinden sich in der Nähe von Seen oder anderen Wasserflächen in akuter Lebensgefahr.

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, hat die Bäderallianz Deutschland, deren Vorsitz aktuell bei der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) liegt, mit ihren 16 Partnerverbänden eine nationale Plakat-Kampagne in Auftrag gegeben. Verantwortlich für die Umsetzung unter dem Motto „Retten wir die Bäder!“ ist die Hamburger Agentur earleader mit dem Kreativen Oliver Grenville. Unterstützt wird die Kampagne, die Ende Mai anlief, von der Ströer Media Deutschland GmbH, die Plakatflächen im gesamten Bundesgebiet für die gute Sache zu Sonderkonditionen zur Verfügung stellt, sowie von zahlreichen namhaften Playern aus der Bäderbranche, die ihrerseits die technischen Kosten für die Umsetzung aufgebracht haben.

Als Zielgruppe der Kampagne gilt die Gesamtbevölkerung ebenso wie die Politik, von der die Bäderallianz rund eine Milliarde Euro Unterstützung pro Jahr fordert. „Die Zahl klingt zwar hoch, doch ohne staatliche Hilfen sind die einzigen, die in Zukunft noch baden gehen, die Bäder selbst“, sagt Prof. Dr. Christian Kuhn, Sprecher und Vorsitzender der Bäderallianz Deutschland.

„Wir kommen bei der nötigen Modernisierung unserer Schwimmbadlandschaft und deren konsequenter Ausrichtung an die tatsächlichen Bedarfe bislang kaum voran“, stellte kürzlich auch erst DLRG Präsidentin Ute Vogt fest und fügte hinzu: "Das von der DLRG und allen weiteren relevanten Vertretern der deutschen Bäderlandschaft geforderte planvolle und gemeinsame Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen ist jedoch weiter nicht in Sicht“, so Vogt weiter.


Über die DLRG

Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen über 50.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 80 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit über 640.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.


Pressekontakt: Martin Holzhause, Leiter DLRG Pressestelle, Telefon: 0 57 23 955 442, Mobil: 0162 175 12 04, E-Mail: presse@dlrg.de

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